Die 5. Hessischen? Echt jetzt? Die 5.?
Wahnsinn! Tatsächlich fünfmal schon durften wir die geilste Community der Tenniswelt bei uns begrüßen. Und das Tolle: Bald ist es wieder soweit - im geilsten Club der Welt. Die Kalkulation steht, die Zimmer sind gebucht, die Sponsorensuche dank unserer phantastischen Partner abgeschlossen, und das Teilnehmerfeld ist auch schon voll. 36 Wahnsinnige stehen in den Startlöchern, lockern ihre Schultern, lösen ihre Bremsen, spucken kurz noch in die vorgeglühten Hände und machen sich (zumindest schon gedanklich) auf den Weg zu den
5. Hessischen Rollstuhltennismeisterschaften
vom 23. bis zum 25. Mai 2026
im TC Seeheim
Dann treffen sich die coolsten Rollstuhltennisspielerinnen und -spieler der Welt bei uns im TC Seeheim und kämpfen um Titel und um wertvolle Punkte für das DTB Rollstuhltennis Race. Dann werden an drei Tagen die hessischen Titelträger unserer offenen Festspiele gesucht. Dann werden wir die gemeinsame Zeit derbe genießen, Freundschaften schließen oder vertiefen, bei Angela und Toni italienische Küche der Extraklasse genießen, gepflegt Getränke zu uns nehmen, heftig um Punkte, Spiele, Sätze und Matches kämpfen und unglaublich viel Spaß miteinander haben.
Wir sind glücklich und stolz, diese Veranstaltung zusammen mit dem Hessischen Tennis-Verband auf unsere Anlage zaubern zu können. Dank der Unterstützung unseres Vereinsvorstands, unserer Clubmitglieder, des HTV und unserer fantastischen Förderer
wollen und werden wir den Sportlern aus ganz Deutschland ein unvergessliches Wochenende bereiten. Mit einer Mischung aus gutem Sport und einer entspannten Wohlfühlatmosphäre auf der - ganz unbescheiden - schönsten Tennisanlage der Welt.
We play hard!
Rollstuhltennis im TC Seeheim ist in erster Linie verbunden mit den Namen Ela Porges. Ela kam im Jahr 2007 mit einer angeborenen Querschnittslähmung zur Welt und ist seit ihrer Geburt Mitglied im TCS. Sie spielt seit ihrem dritten Lebensjahr Tennis und gehört seither mit ihrem Rollstuhl zum alltäglichen Bild auf unserer Anlage. Genau genommen konnte sie sich ihr größtes Hobby gar nicht aussuchen, da es bei ihrem familiären Umfeld nicht wirklich eine Überraschung war, dass auch sie irgendwann zum Schläger griff oder greifen musste :-)
Mittlerweile hat Ela den Kinderplatz gegen die regulären Plätze eingetauscht. Seit 2018 spielt sie bei überregionalen Breitensportturnieren und seit 2022 sogar auf der ITF Tour der Juniors. In Folge dessen konnte sie schon einige große Erfolge in ihrer noch jungen Turnierkarriere einfahren. Vor allem zu nennen sind
2025: US Open Finale im Doppel mit Lucy Heald
2025: World Team Cup in der Türkei mit John Brendahl
Als Geburtsstunde des Rollstuhltennis gilt das Jahr 1976, als der Amerikaner Brad Parks, der durch einen Unfall eine Querschnittlähmung erwarb, schon während seiner Rehabilitation erste Versuche mit Tennis im Rollstuhl unternahm. Mittlerweile ist Rollstuhltennis eine der populärsten Rollstuhlsportarten der Welt. Es lässt sich ins reguläre Tennis ganz einfach integrieren, da es problemlos auf jedem Platzbelag, ohne Änderung der Feldmaße, Schläger oder Bälle gespielt werden kann.
Nach der Gründung verschiedener nationaler und internationaler Verbände ist die Sportart seit 1992 paralympisch und seit 1998 offizieller Teil der International Tennis Federation - eine solche Zusammenschließung hat es auf internationaler Ebene vorher in keiner anderen Behindertensportart gegeben. 2009 wurde auch der Deutsche Rollstuhltennis-Verband aufgelöst und als Referat in den DTB integriert, der sich die administrative und finanzielle Zuständigkeit mit dem Deutschen Behindertensportverband teilt. Seit Beginn können die deutschen Rollstuhltennisspieler auch international große Erfolge verzeichnen.
Mit stetigem Wachstum entstand eine dynamische und faszinierende Sportart, die mittlerweile in über 80 Ländern auf allen Kontinenten gespielt wird. Zusätzlich zur Kontrolle von Schläger und Ball, kommt hier das Beherrschen des Sportrollstuhls dazu, der für Anfänger, über breiten- und bis zum Hochleistungssport Tennisspielen ermöglicht. Einziger Unterschied zum Tennis der Fußgänger ist übrigens die Regel, dass der Ball bei Rollstuhltennisspielern zweimal aufspringen darf, wobei der erste Aufsprung natürlich im Feld erfolgen muss, der zweite jedoch auch außerhalb erfolgen darf.
Wer mehr über Rollstuhltennis oder ganz allgemein etwas über Inklusion im Tennis erfahren möchte, dem sei dieser Link ans Herz gelegt. Hier kann man sich auf den Seiten des DTB ein umfangreiches Bild verschaffen. Für weitere Fragen stehe ich Euch ebenfalls gern zur Verfügung. Ihr dürft mich (Nico) jederzeit ansprechen.